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Homebody Kabul – afghanische Hüte für die Party





hhuetter - 26.09.2015 21:30
Überzeugend, pointiert und berührend spielte Özge Dayan-Mair den afghanisch-europäischen Monolog im Stadttheater Friedberg.
Am zweiten Tag des Theaterfestivals „VOLKstheater 2.15“ überzeugte Özge Dayan-Mair, die Wiener Schauspielerin mit Schauspielausbildung in Istanbul, mit ihren wechselnden Kulturwelten in Text, Sprache und Emotion das großartig applaudierende Theaterpublikum. Im Stück „Homebody Kabul“, dem Einfrauenstück des US-Autors Tony Kushner, geht es nicht nur um die unterschiedlichen Befindlichkeiten und Sichtweisen in westlichen Kulturen, sondern auch um die Unzufriedenheit in der westlichen Freiheit. Die Frauen, ja alle Menschen, sind hier frei, aber sie sind unzufrieden und nützen ihre Freiheit nicht.
Im Stück findet die Frau einen alten Reiseführer, der die Entwicklung und die Schönheit Afghanistans und Kabuls beschreibt. Sie selbst lebt verheiratet im freien Europa, sie und ihr Mann nehmen Antidepressiva. Für eine geplante Party kauft sie in einem afghanischen Geschäft afghanische Partyhüte von einem afghanischen Verkäufer, dem drei Finger abgehackt sind. Er erzählt ihr seine Geschichte über die Verstümmelung, er sei gleichzeitig schuldig und unschuldig, er möchte gleichzeitig hierbleiben und zurückgehen. Zurück in der westlichen Welt wartet die Party mit Musik von Frank Sinatra. Partnerin der Inszenierung war Brigitte Pointner.
Weitere Infos siehe dyan / theater / performance!
Gesamtinterview siehe Mitschnitt!

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